Fonda Pepe
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1953 eröffnete Pepe die erste Bar auf Formentera. Als aus Ibiza Ausflügler kamen und ein paar Tage bleiben wollten, zog er eine Decke ein und baute vier Zimmer. 1958 kamen schon ganze Gruppen, einige Gäste blieben. Dann eroberten die Hippies das stille Paradies, Pepes Fonda wurde zu ihrem Kommunikationszentrum.

In den 60ern kamen alle, „die am Strand oder auf den Bäumen lebten“, zu Pepe in die Fonda. Er hat sie alle eingeladen, auch wenn sie kein Geld hatten. Alle waren seine Freunde. Pepe ist mit seiner Großzügigkeit gut gefahren. Einige kauften Land und blieben gute Gäste. Heute machen ihre Kinder und Enkelkinder Urlaub auf Formi.

Damals brauchte man nur eine Nachricht bei Pepe zu hinterlassen, und die Kommunikation lief. Auch die Postadresse lautete „Fonda da Pepe“. Heute haben (fast) alle feste Adressen oder ein Postfach in Sant Francesc.

Pepe und seine Frau Katalina eröffneten später ein richtiges Restaurant: „Peyka“, von Pepe y Katalina. Die Pension wurde allmählich auf 43 Zimmer vergrößert. Pepe hat das Geschäft an seinen Sohn Julian übergeben. Er selbst spezialisierte sich auf das reparieren, „weil andere es nicht können oder tagelang nicht kommen“.

Julian leidet unter dem weltweiten Ruf seines glattrasierten Vaters. Mit Bart und langer Mähne versucht er (noch heute!), die glückliche Hippie-Zeit festzuhalten. Doch die Geschäfte laufen weiter, denn es kommen mittlerweile so viele individualistische Typen aller Couleur in die Fonda, dass sie oft überfüllt ist.

Denn trotz der in vielen Büchern und Reiseführern beschriebenen „umstrittenen“ Küche, schmeckt es sogar einem empfindlichen Menschen wie mir dort ausgezeichnet.

Auch die Freundlichkeit und Sauberkeit im Hostal Pepe ist, meiner Meinung nach, mehr als einen Stern im Reisekatalog wert.


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